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DORA vs PSD2: Wie sie für Zahlungsanbieter interagieren

DORA vs PSD2: Wie sie für Zahlungsanbieter interagieren

DORA vs PSD2: Wie sie für Zahlungsanbieter interagieren

Die regulatorische Landschaft für Zahlungsdienstleister in der Europäischen Union wird zunehmend komplex, mit der Einführung der Richtlinie zur digitalen Betriebsresilienz für den Finanzsektor (DORA) und der überarbeiteten Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2). Beide Vorschriften zielen darauf ab, die Sicherheit, Stabilität und Effizienz des Finanzsektors zu erhöhen, aber ihre Interaktion kann für Compliance-Beauftragte und Risikomanager schwierig zu navigieren sein. In diesem Artikel werden die wichtigsten Anforderungen und Konzepte von DORA und PSD2 erkundet, praktische Umsetzungsstrategien skizziert und häufige Fehler aufgezeigt, die zu vermeiden sind.

Schlüsselanforderungen und -konzepte

Zwischenfällenberichterstattung: DORA vs PSD2

Einer der signifikantesten Überschneidungen zwischen DORA und PSD2 ist die Zwischenfällenberichterstattung. Beide Vorschriften verlangen von Zahlungsdienstleistern, dass sie Zwischenfälle melden, die die Kontinuität und Sicherheit ihrer Dienste beeinträchtigen könnten.

  • DORA (Artikel 4): Finanzeinrichtungen müssen einen Rahmen für die Identifizierung, Berichterstattung und Behandlung von betrieblichen Zwischenfällen einrichten. Dies schließt die Verpflichtung ein, signifikante betriebliche Zwischenfälle der zuständigen Behörde innerhalb von 72 Stunden zu melden.
  • PSD2 (Artikel 96): Zahlungsinstitute sind verpflichtet, Verfahren zur frühen Identifizierung potenziell bedeutender betrieblicher und sicherheitsrelevanter Zwischenfälle zu haben und solche Zwischenfälle der zuständigen Behörde unverzüglich zu melden.

Um den Anforderungen beider Vorschriften gerecht zu werden, sollten Zahlungsdienstleister:

  1. Ein umfassendes Zwischenfallmanagement- und Berichterstattungsrahmen, der alle Arten von betrieblichen Zwischenfällen einschließt, entwickeln, einschließlich Sicherheitsverletzungen, Systemausfällen und Betrugversuchen.
  2. Sicherstellen, dass das gesamte relevante Personal in der Identifizierung, Berichterstattung und Behandlung von Zwischenfällen geschult ist.
  3. Klare Kommunikationswege zur zuständigen Behörde etablieren, um signifikante Zwischenfälle schnell zu melden.

Betriebliche Resilienz vs. Zahlungssicherheit

DORA konzentriert sich auf die betriebliche Resilienz und verlangt von Finanzeinrichtungen, Risiken für ihre betriebliche Kontinuität und Integrität zu bewerten und zu verwalten. PSD2 legt hingegen den Fokus auf die Zahlungssicherheit, einschließlich des Kundenschutzes vor Betrug und unerlaubten Transaktionen.

  • DORA (Artikel 5): Finanzeinrichtungen müssen ihre betriebliche Resilienz bewerten, kritischen und wichtigen Funktionen identifizieren und Pläne zur Sicherung der Kontinuität im Falle von Störungen entwickeln.
  • PSD2 (Artikel 87): Zahlungsinstitute müssen starke Authentifizierungsverfahren für Kunden implementieren, um vor Betrug und unerlaubten Transaktionen zu schützen.

Um den Anforderungen beider Vorschriften gerecht zu werden, sollten Zahlungsdienstleister:

  1. Eine gründliche Risikobewertung durchführen, um kritischen Funktionen und potenziellen Bedrohungen für die betriebliche Resilienz und Zahlungssicherheit zu identifizieren.
  2. Resilienzpläne und starke Kundenauthentifizierungsverfahren zur Bewältigung der identifizierten Risiken entwickeln und implementieren.
  3. Risikenbewertungen, Resilienzpläne und Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig überprüfen und aktualisieren, um sich den verändernden regulatorischen Anforderungen und sich aufzeigenden Bedrohungen anzupassen.

Umsetzungsanleitung

Schritt 1: Entwicklung eines einheitlichen Compliance-Rahmens

Zahlungsdienstleister sollten einen einheitlichen Compliance-Rahmen entwickeln, der die Anforderungen von DORA und PSD2 umfasst. Dieser Rahmen sollte beinhalten:

  • Ein umfassendes Risikobewertungsverfahren, das alle relevanten Risiken für die betriebliche Resilienz und Zahlungssicherheit abdeckt.
  • Zwischenfallmanagement- und Berichterstattungsverfahren, die den Anforderungen beider Vorschriften gerecht werden.
  • Resilienzpläne und starke Kundenauthentifizierungsverfahren zur Bewältigung der identifizierten Risiken.

Schritt 2: Schulung des Personals und Einrichtung klarer Kommunikationswege

Das gesamte relevante Personal sollte in den Anforderungen von DORA und PSD2 sowie den Zwischenfallmanagement- und Berichterstattungsverfahren des Unternehmens geschult werden. Klare Kommunikationswege zur zuständigen Behörde sollten eingerichtet werden, um signifikante Zwischenfälle schnell zu melden.

Schritt 3: Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Compliance-Maßnahmen

Zahlungsdienstleister sollten ihre Compliance-Maßnahmen regelmäßig überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie weiterhin wirksam sind und den neuesten regulatorischen Anforderungen entsprechen. Dazu gehören die Aktualisierung von Risikenbewertungen, Resilienzplänen und Sicherheitsmaßnahmen, wenn erforderlich.

Häufige Fehler oder Fallen, die zu vermeiden sind

  1. Ignorieren des Überschneidungsbereichs: Zahlungsdienstleister sollten DORA und PSD2 nicht als separate Vorschriften betrachten. Stattdessen sollten sie den Überschneidungsbereich der Anforderungen erkennen und einen einheitlichen Compliance-Rahmen entwickeln, der beide Verpflichtungen adressiert.

  2. Ausbildung des Personals nicht durchführen: Das gesamte relevante Personal sollte in den Anforderungen von DORA und PSD2 sowie den Zwischenfallmanagement- und Berichterstattungsverfahren des Unternehmens geschult werden. Wenn dies nicht geschieht, kann es zu Nichteinhaltung der Vorschriften und regulatorischen Sanktionen führen.

  3. Neglecting Resilience Plans and Security Measures: Zahlungsdienstleister sollten Resilienzpläne und starke Kundenauthentifizierungsverfahren zur Bewältigung der identifizierten Risiken entwickeln und implementieren. Wenn dies nicht geschieht, kann es das Unternehmen aussetzen für betriebliche Störungen und Sicherheitsverletzungen.

Wie Matproof hilft

Die Compliance-Management-Plattform von Matproof kann Zahlungsdienstleistern helfen, die komplexe regulatorische Landschaft von DORA und PSD2 zu navigieren. Unsere Plattform bietet einen einheitlichen Rahmen für die Verwaltung der Compliance mit beiden Vorschriften, einschließlich der Zwischenfällenberichterstattung, Risikobewertungen und Resilienzplänen. Mit den Tools und Ressourcen von Matproof können Zahlungsdienstleister sicherstellen, dass sie ihren Verpflichtungen nach DORA und PSD2 nachkommen, wodurch das Risiko regulatorischer Sanktionen und betrieblicher Störungen reduziert wird.

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